Herr Frust

Es würgt mir den Hals.
Es kniet auf meinem Brustkorb.
Er springt auf meinem Bauch.
Der Frust.
Er macht sich breit in meiner Wohnung.
Und lacht hämisch.
Sieht mich schief an.
Mit seinen funkelnden Augen.
Er wird immer fetter.
Er nährt sich an meiner Realität.
Nahm mir schon vieles weg,
was ich gern hatte.
Und vergnügt sich dabei.
Meine Gesundheit.
Lebensmittel.
Pizza.
Schokolade.
Nun hat er mir sogar den Kaffee genommen.
Der Tag ist so leer ohne Kaffee.
Die Arbeit so schwer, ohne Kaffee.
Ich so müde, ohne Kaffee.
Sich auf einen Kaffee treffen so sinnlos, ohne Kaffee.
Ich hasse ihn. Den Herrn Frust.

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