Plitsche Plätscher Feder.

Ich sitze seit Stunden an den Unterlagen meiner Diplomarbeit. Die Zeilen rutschen immer wieder aus meinem Blickfeld. Die Gedanken über das Gelesene tropfen unter den Tisch. Immer wieder platscht mir der Gedanke an die Stirn, ob ich es wohl schaffen kann. Mit dieser Überlegung schwimmen luftmatratzengroße Zweifel an meiner ganzen Persönlichkeit einher. Es ist meine letzte Arbeit, sie sollte perfekt sein. Sie sollte etwas darstellen. Sie soll Ströme von Ideen und Erkenntnissen beinhalten. Ein Meer der Unwissenheit. Was erwartet mich danach? Bekomme ich es hin? Kann ich meinen eigenen Idealen und Anforderungen an mich selbst je das Wasser reichen? Oder werde ich ertrinken in dem großen Pool der Arbeitslosen und hoffnungslosen Akademikern? Werde ich mich in meinen Träumen baden können und einmal stolz darauf sein, ins kalte Wasser gesprungen zu sein? Wenn mein Leben weiter so dahinplätschert, werde ich die notwendige Motivation nie aufbringen können. Aber genau das zieht mich wie ein Strudel nach unten. Noch ist es nicht zu spät und ich halte mich noch an den Wrackteilen meiner Taten fest, die mir immer wieder einige Spritzer Hoffnung geben. Doch ich will wieder aus dem Vollen schöpfen können. Das Glas halbvoll sehen und jeden Regentropfen auf meiner Haut spüren können. Noch nie war es so schwer, mich an simplen Dingen zu erfreuen und den Regenbogen wieder am Horizont zu sehen. Ich schlucke noch immer die Reste meiner Niederschläge. Jetzt schnappe ich nach Luft und versuche Land zu gewinnen.

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